Donnerstag, 30. Mai 2013

Warum wir Pucken

Pucken ist eine Wickeltechnik, bei der das Baby zum Schlafen fest in ein Tuch gewickelt wird. Neugeborene können ihren Arme und Beine noch nicht willentlich bewegen und zappeln so oft unkontrolliert herum. Unser Florin schlägt sich so oft ins Gesicht und zerkratzt es sich sogar. Außerdem behindert der Moro-Reflex Babys oft beim Einschlafen. Ein Reflex der beim übergleiten in die Schlafphase oft ausgelöst wird und die Babys zusammenzucken lässt.
Ist das Kind fest eingewickelt, kann es sich nicht selbst daran hindern einzuschlafen, außerdem hat es eine beruhigende Wirkung und hilft so beim Ein- und Durchschlafen. Das können wir auch nur zu gut bestätigen.

Bisher verwendeten wir das Pucktuch von Hess Natur und waren auch recht zufrieden. Nur ist der kleine Wicht nun schon etwas größer geworden und wurschtelte sich immer aus dem zu kleinem Tuch raus.

Vor ein paar Tagen kam dann meine Überraschungstüte von Michas an. Mit dem einem Stoff konnte ich eigentlich garnichts anfangen, ... dachte ich. Ich fand, er passte am besten zu einem Schlafanzug ... oder ... Pucktuch. Perfekt!

Ich finde er passt perfekt! Als Vorlage galt unser altes Tuch, nur dass ich es natürlich wesentlich vergrößerte. Und weil ich gerade die Streifenversäuberung übe, wurde das ganzen eben mit einem Streifen aus hellgrünem Bündchen versäubert. Tja, natürlich passierte mir ein Überlegungsfehler und so ist ein Teil des Streifens nun verkehrtherum. Also die schöne Seite außen.

Das Tuch hat einen riesen Vorteil. Die Bio-Stoffe sind irgendwie rauher und klebriger als die "normalen" Strechjersey und so kann ich ihn viel lockerer pucken und er bekommt seine Arme trotzdem nicht raus, weil er festklebt. Außerdem ist der Stoff dehnbarer als der von Hess Natur und so kann ich ihn nun schrittweise entwöhnen (garnicht so einfach).

Puckt ihr auch? Was habt ihr für Tücher verwendet?

AnniNanni


Mittwoch, 29. Mai 2013

Schürzenjäger

Ich habe mal wieder das Gefühl zu nichts zu kommen und das frustriert mich ungemein. Aber eigentlich stimmt das ja nicht, wie mir sicherlich jede Mutter bestätigen kann. Aber 100 unfertige Baustellen machen eben nicht glücklich.

Um mich aufzumunter habe ich mit diesen Spruch von einer Postkarte abgeschrieben und über meinen Schreibtisch an das Whitebord gehängt:

 Ich finde, der spiegelt meine Situation derzeit perfekt wieder.

Und diese Schürzen habe ich für den Verkauf noch genäht. Das erstemal nun habe ich meine Stickmaschine für eine Verkaufsarbeit genutzt. Den Stoff habe ich im Tedox, einen Billigbaumarkt, gekauft und da er etwas fester ist, passt er super für Schürzen oder Ähnliches.
 Ich habe einfach ein Viereck ausgeschnitten und alle Ränder umgenäht und am Ende die zwei oberen Ecken umgeschlagen und festgenäht.


Dann habe ich drei Bänder genäht und das obere noch an einer Seite offen gelassen. Da muss ich noch an meinen Kindern abmessen, wie ich die verschiedenen Kamsnaps anbringe.
 "Held am Herd" gefällt mir am besten, eine richtige Männerschürze, oder?

So, wie jeden Abend, wenn die zwei Großen endlich im Bett sind, schreit der Kleinste wieder - ich muss weg, der Post ist für heute beendet :)

AnniNanni

Mittwoch, 22. Mai 2013

Neue Garderobe


Der Sommer will sich auch hier in der schönen Schweiz noch nicht so ganz einstellen, aber weil ich Angst habe, plötzlich überrascht zu werden und dann keine Klamotten im Schrank zu haben, bin ich schon fleißig am Kurze-Sachen Nähen.

Viel größe Angst hatte ich allerdings gestern, als ich feststellte, das es nurnoch ein Monat bis zur Sonnenwende ist, dem Tag, ab dann die Tage wieder kürzer werden und das, wo es doch nichtmal richtig Frühling geworden ist.

Das mein Großer von Waldtiere auf Dinos umgestiegen ist, konnte ich ja gerade so noch verkraften, dass aber mein Mäuselinchen nun auch einen "Fleisch-Dino-Pulli" wollte war ein Schock. Jetzt habe ich definitv keine Prinzessin mehr, sondern eine kleine Räuberbraut.
Die zwei Großen gehen nun im Partnerlook:




Ich liebe diese runden Taschen, die jetzt auf fast jedes Kleidungsstück müssen. Oder eher unter jedes Kleidungsstück.

Der Schnitt war aus der Ottobre mal wieder. Einmal mit Bündchen am Halsausschnitt und einem mit Streifenversäuberung. Tilda hat wenigstens noch etwas mädchenhaftere Ärmel verpasst bekommen, dazu habe ich die Armkugel einfach an beiden Seiten ein paar cm verlängert und dann das Schulterteil, an dem sie drangenäht wurde, beim Nähen gedehnt, so entsteht eine leichte Kräuselung.
In der Ottobre wird ja zu jedem Modell immerzu Framilonband empfohlen. Keine Ahnung, ob sie einen Vertrag mit der Firma haben, aber das ist absolut überflüssig. Den selben Kräuseleffekt kann man auch mit der Garnkräuselung oder mit einfachem Rüschen erzeugen. Weiß jemand, wieso sie so auf Framilonband abfahren?


Der kleine Flori bekam eine Fauchi-Hose und blieb damit seinem Drachen-Fauchi-Stil treu. Er hat auch noch keine Möglichkeit sich auszudrücken - hihi.

Der Schnitt war aus der aktuellen Ottobre 3/13. Langsam kommt es mir wie ein Zwang vor, dass ich die Schnittmuster abändern muss. Ich habe verschiedene Teile aus dem Schnitt ausgeschnitten und dann aus dem Sternchenstoff wieder angenäht. Die Nahtzugabe habe ich dann auf eine Seite gelegt und schön angenäht, damit nichts drückt beim Strampeln.











Und tatsächlich abgeändert habe ich das Rückenteil:
Ich habe es verängert, damit das Hemdchen im Sommer nicht herausrutscht, wenn  er herumkriecht. Eigentlich hätte die Hose hinten keinen Latz gehabt. Die Träger habe ich heute Morgen dann noch schnell angepasst und mit Kamsnaps befestigt.

Leider ist sie fast schon zu klein und das, obwohl ich Gr. 74 gewählt habe - also eine Nr. größer.

Und nicht zu übersehen ist der blaue Fauchi mitten auf der Brust.
Natürlich bei www.michasstoffecke.de bestellt. Leider halten die Veloursmotive nicht wirklich gut, und filigranere Abschnitte lösen sich recht einfach. Ich hoffe nun, dass dieser lange überleben wird.