Freitag, 28. Juli 2017

Nähen für wilde Jungs

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Hand aufs Herz, es gibt Stoffe, die hätten wir uns niemals aus freien Stücken gekauft
und nachdem man sie vernäht hat, erscheinen sie doch plötzlich nahezu perfekt für
dieses eine Projekt gewesen zu sein.

So erging es mir zum Beispiel mit diesen beiden Stoffen, die mir Maria von
Adejoca zum Designvernähen zur Verfügung stellte.

Senfgelb? Und dann dieses Muster? Und dann noch 
#NähenfürJungs als Thema? 

Herausforderung angenommen!

Der Sommer mag ja im Moment lieber Herbst sein und gab mir somit Muse, 
dieses Stöffchen zu verarbeiten.


Besonderer Augenmerk gilt hier den eigens Stoffüberzogenen Knöpfen.
Die runden, den Pullover im Gesamtbild ab, da sie das Stoffdesign verspielt wieder aufgreifen.


Um den verspielten Knöpfen einen Platz zu geben, habe ich mit der NähMaschine 
eine BlumenRanke den Pullover hochkrabbeln lassen.
Wobei ich hier Angst hatte, dass es zu mädchenhaft wirken könnte.


Der Schriftzug "Frei und wild" gibt dem guten Stück aber wieder ein Grund
ein super AbenteuerPullover für wilde Jungs zu werden.




Das Innenfutter und die passenden Bündchen an Arm und Bauch,
schließen das Gesamtkonzept harmonisch ab.


Manchmal muß man zu LieblingsWerken einfach gezwungen werden.

Obwohl ich mir anfangs nicht vorstellen konnte, aus den beiden Stoffen etwas zu zaubern,
dass zu uns passen würde, bin ich doch eines Besseren belehrt worden.

Der Pullover hat es auf Platz 1 im KleiderSchrankRanking geschafft.
Und wie ich finde zurecht!

Ist euch sowas auch schonmal passiert?
Das sich ein KleidungsStück unter der Nadel plötzlich vom hässlichen Entlein
zum schönen Schwan mauserte?
Umgekehrt gibt es dieses Phänomen übrigens auch.
Aber darüber redet mal lieber nicht :-)

DanniHanni


Stoff:                 Adejoca StoffGruppe auf Facebook
Schnitt:             Ottobre Kids  JungsHoodie
StickMaschine: Janome
Verlinkt bei:      Made4Boys

Donnerstag, 20. Juli 2017

Urlaub Hoch4..

oder warum ein GroßFamilienUrlaub 
oft zu einem Umzug des Hausstandes mutiert..


Wir haben einen spontanen FamilienUrlaub
in die Uckermark geplant und
das klingt erstmal super.
Bis zu dem Zeitpunkt, wenn du ,,muttierst".

Du wäschst all deine Wäsche durch, faltest, sortierst weg. Du putzt alle Bäder und saugst in jeder Ecke staub.... Ist das die Panik, falls Jemand einbrechen sollte, kein schlechtes Bild von Dir zu haben, wie du so einen SauStall hinterlassen kannst...? 
Nein, ich denke eher, es ist die Gewissheit in ein ordentliches Haus zurück zu kommen, 
dass in windeseile durch aufplatzende Koffer und Dreckwäsche wieder in dem UrsprungsZustand "URKNALL" zurück kehrt.
Urlaub? Ja dann bitte diesmal auch richtig!
Ich wollte diesmal nicht wieder in ein Ferienhaus mit den Gedanken meine täglichen
Haushaltspflichten nur zu verlagern.

In kürzester Zeit war so auch schnell ein toller Bauernhof gefunden
 mit einem integrierten Kinderhotel.
Oh super! Genau das richtige für uns.
 Kinderlämmern, runtergeschmissene Teller, Schreiereien am Essensbuffet.
 Und wir fallen nicht auf ...
Für einige der planke Horror, für uns mit vier Kindern von 2-9 Jahre, Luxus.
Endlich mal nicht angestarrt werden.

Dadurch, dass Ballungsraum Berlin in greifbarer Nähe war,
 nutzten anscheinend alle Berliner, die Uckermark als Kurzurlaubparadies.
Verständlicherweise. War schon mal Jemand in Berlin?
Ich letztes Jahr. Es war groß, schnell, eng, laut, muffig und naja....
einfach zu viel!

Ganz und gar nicht das entschleunigte Leben auf diesem Hof.
Die Kinder konnten den ganzen Tag rennen, reiten, klettern, bolzen
und dazu gab es Vollpension.
ElternGlück also.
Und das beste, der Familienhund dürfte auch mit dabei sein
 und fühlte sich nach den paar Tagen, als würde der Hof ihm gehören.

Kleid: Blutsgeschwister VerandaSundown Dress   Schuhe: Tamaris

Entschleunigt ist ausserdem so ein Wort, das ich zwar gerne benutze in meinem Alltag.
Was diesen aber überhaupt nicht beschreibt.
Es ist eher wie "Fliegen".

Und ich rede zwar immer davon, mal zu ruhen und zu sinnen. 
Aber sobald ich dann die Möglichkeit habe, wird mir schnell langweilig ...
Und genau deshalb, dachten wir uns, wir könnten ja mal in die WildWestStadt fahren
nach Templin ...  WildWildWest


Und da wären wir wieder bei den Thema: zu viel, zu schnell, zu eng, zu laut. HILFE!
Man hätte sich bevor man durch die Tore tritt vielleicht vorläufig
 in meditative Stimmung versetzen müssen, 
um den kommerziellen Wahn um diese WildWestStadt auszublenden.

Gleich zu  anfang wurde man in eine "Bank" geschleust 
in der man Euro zu Dollar tauschen kann. 
Der Kurs war sehr ernüchternd. 2,50 Euro = 1 Dollar hust bitte....

Und als man dann in dem Dorf umherwandelte, gehirngeschockt von den ganzen Eindrücken,
lockten dann extra Attraktionen wie Axtwerfen und Schießen für nur 1 Dollar!

1 Dollar! Wow, das klingt ja voll günstig! Flashback zur Einführung des Euros!

Nachdem ich den x-ten Wunsch nach einem CowboyHut und einem Schießeisen
 und PlastikFantastik nicht nachgegebenen habe, konnte ich meinem RabenMutter da seien 
auch den letzten Stempel aufdrücken 
und das Dorf nach einem 1 1/2 Stündigen Aufenthalt auch verlassen.

Ohgooott.... aber das Foto war es doch wert! Mehr positives habe ich dort leider nicht mitgenommen.... aber meine Kinder fanden es O-Ton "Vooooll toooooll!" 

Viel entspannter hingegen war der Besuch einer nahgelegenen StraußenFarm.
Und obwohl erst gemosert wurde, war es dank Barfußpfad doch ganz nett!


Aber in punkto Badetauglichkeit hat die Uckermark uns alle überzeugt.
Da alles so schön fahrradfreundlich platt ist landschaftlich, konnten wir mit unseren Rädchen wunderbar überall hin strampeln und wurden nach schön geschwungenen Waldwegen mit einem herrlichen blauen See belohnt, der zum Hineinspringen förmlich einlud.

Ich würde nun gerne sagen: Immer wieder gerne!
Aber die Rückfahrt hat den ganzen lieben langen Sonntag gedauert und uns somit aus 
unserem voll entschleunigten Dasein auf dem Bauernhof zurückgeholt in die Realität und zwar mit etlichen SuperStaus.

Also was habe ich diesen Urlaub getrieben? Ich war der SuperFotgraf und habe für manche schöne Aufnahme auch mal auf dem Bauch gelegen, mir die Knie verdreht oder ordentlich Staub geschluckt!
Ich konnte also einer meiner Leidenschaften wiedermal voll frönen als ich dann den Engelblau rankend am alten Gemäuer fotografierte und mich über die Architektur in diesem Landstrich austauschte und die viele alten verlassenen Ruinen und dessen Charme.

Und grade in diesem Gespräch der vollen Euphorie, 
kam mir das erhöhte Bewusstsein
ein voller Monk zu sein, wie der Charakter Ted Mosby in HimyM,
weil ich kurz darauf noch mein Lieblingszitat von Schiller zum Besten gab!

Woooooow! Für das Bewusstsein brauchte ich erstmal ein Bier!

Also, don´t be entschleunigt. Denn das entfesselt den Monk in dir!

Ich sollte mir wirklich mal abgewöhnen, alles und jeden zu zitieren.
Alles beginnt oft mit :Blabla sagte mal... 

O_o    also kein Urlaub für mich mehr!

DanniHanni

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